Unterschied Festgeldkonto zu einem Tagesgeldkonto

Wer eine ausgesprochen sicherer Anlagemöglichkeit sucht, bei der größere Schwankungen ausgeschlossen sind, hat im Allgemeinen nur die Wahl zwischen Festgeldangeboten und Tagesgeldkonten. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die Vor- und Nachteile der entsprechenden Produkte und geben Ihnen Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten.



Laufzeit / Verfügbarkeit: Bei einem Festgeldkonto wird die Laufzeit bei Vertragsabschluss meist auf mehrere Jahre festgesetzt. Wird das Geld vor Ablauf der festgesetzten Gültigkeitsdauer benötigt, ist die Bank nicht zur Auszahlung verpflichtet, bietet diese allerdings häufig gegen Zahlung einer Art „Strafgebühr“ - meist einer rückwirkenden Senkung der Zinsen teilweise auf Sparbuchniveau - an. Sie müssen sich also von vornherein sicher sein, dass Sie das Geld für den festgesetzten Zeitraum nicht benötigen. Anders bei einem Tagesgeldkonto Anbieter: Hierbei ist ein Abruf des Geldes wie der Name schon sagt täglich möglich, wobei natürlich die Banklaufzeit für eine Überweisung (meist drei bis fünf Tage) einkalkuliert werden muss.

Zinssatz: Hierbei gilt zu beachten: Bei einem Festgeld wird der Zinssatz bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt, ist also nicht variabel. Dies kann, muss aber nicht von Vorteil sein. In jedem Fall sollten der Vertrag zu einer „Hochzinszeit“ abgeschlossen werden. Meist steigt der Zinssatz ebenfalls mit der Länge der Laufzeit.
Tagesgeldzinsen hingegen können variieren, da diese an die aktuelle Marktlage angepasst werden. Allerdings kann der Kunde relativ unproblematisch zu einem anderen Institut wechseln. Im Allgemeinen lässt sich hierbei sagen, dass die Festgeld Zinsen im Vergleich zu den Tagesgeldzinsen etwas höher sind, was der Kunde allerdings mit der fehlenden Flexibilität bezahlt. Meist werden die höchsten Zinsen übrigens von niederländischen Banken gewährt, wobei allerdings auf die beschränkte Einlagensicherung geachtet werden muss (siehe unten).



Einsatzzweck: Wie bereits angeklungen ist, richtigen ich Fest- bzw. Termingeldkonten an langfristige Anleger, die sicher sind, dieses Geld innerhalb der festgelegten Laufzeit nicht zu benötigen. Tagesgeldkonten eignen sich eher zur kleineren Rücklage von beispielsweise drei Monatsgehältern, falls einmal größere Anschaffungen anstehen.

Einlagensicherung: Hierbei unterscheiden sich die genannten Produkte nicht. Zu beachten ist allerdings, dass aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen nur 90 % einer Anlage von bis zu 20.000 Euro in Deutschland und vielen weiteren EU-Ländern geschützt sind. Bei einem Konkurs der Bank erhält der Kunde also den 20.000 Euro übersteigenden Betrag in der Regel nicht zurück. Zudem existieren in eigen Ländern wie Deutschland freiwillige Einlagensicherungsfonds, die weitgehende Schäden abdecken. Gerade bei kleineren ausländischen Instituten gilt daher genau zu überprüfen, bis zu welchem Betrag die Einlagen geschützt sind.



Fazit: Anhand der genannten Punkte können Sie selbst herausfinden, ob ein Tagesgeld- oder ein Festgeldkonto für Sie ideal ist. Gerade erst genanteren unterscheiden sich teilweise deutlich in der Höhe des Zinssatzes. Eine Übersicht über die einzelnen Angebote finden Sie in unserem Tagesgeldvergleich.

Einen detaillierten Vergleich ausgewählter Festgeldkonten finden Sie auf folgendem Portal Festgeld