Fondssparen
Die Anzahl der Aktionäre in Deutschland nahm in den letzten Jahren kontinuierlich ab, obwohl immer mehr gespart wird. Auch die aktuelle Immobilienkrise, die die weltweiten Finanzmärkte erschütterte, wird diese Tendenz wohl noch verstärken. Da, wie bereits erwähnt, immer mehr gespart wird, sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Anlageprodukte in den Vordergrund gerückt. So erlebte beispielsweise das Tagesgeld eine Renaissance, welches vor allem in Konkurrenz zum klassischen Sparbuch getreten ist.Auch so genannte Investmentfonds, die häufig kurz nur als „Fonds“ bezeichnet werden, gehören zu den Gewinnern der letzten Jahre, da sie einige Vorteile gegenüber den Aktien bieten. Doch was genau ist eigentlich ein Fonds überhaupt? Hierbei handelt es sich um ein Angebot einer Investmentgesellschaft bzw. einer Bank, in den Kunden Geld einzahlen können. Der Fondsverwalter legt das Geld dann in verschiedene Werte an, wodurch das Risiko gestreut wird, da nicht auf eine Aktie allein gesetzt wird. Durch die Wahl des Fonds kann der Kunde Einfluss auf die Zusammensetzung nehmen, beispielsweise werden Produkte für bestimmte Länder oder Kontinente sowie Branchen angeboten. Große Beliebtheit haben auch Immobilienfonds, die Haus- und/oder Grundbesitz verwalten. Der Kunde wird entsprechend seines Anteils am Gewinn des Fonds beteiligt.
Große Vorteile eines Investmentfonds, vor allem gegenüber klassischen Aktien, sind:
-Geringer Aufwand: Da der Kauf bzw. Verkauf der Wertpapiere von einem professionellen Fondsmanager übernommen wird, ist der Aufwand, im Gegensatz zum Aktienhandel, gering. So entfällt beispielsweise das tägliche studieren der Brösenkruse.
-Sicherer: Da das Risiko breit gestreut wird, sind Fonds vergleichsweise sicher.
-Steuervorteile: Bis Ende des Jahres 2008 bieten manche Fonds steuerliche Vorteile.
Zu beachten ist allerdings, dass auch bei einem Fonds ein Risiko bleibt. Zwar wird durch die Streuung die Gefahr gesenkt, dass aufgrund eines fallenden Kurses der Wert stark sinkt, allerdings kann es auch eintreffen, dass mehrere Papiere stark an Wert verlieren. Diesbezüglich interessant sind so genannte „Garantiefonds“, die nach Ablauf der festgelegten Laufzeit die Rückzahlung des Kaufpreises oder aber eines bestimmten Prozentsatzes garantieren. Ein effektiver Verlust (wegen der Inflation) bleibt aber in der Regel auch hier nicht aus.
Nun wissen Sie, worum es sich bei einem Fonds handelt. Und wahrscheinlich können Sie sich bereits denken, was sich hinter dem Begriff „Fondssparen“ verbirgt: Hierbei werden anstatt eines einmaligen Investments regelmäßig, z.B. monatlich, neue Fondsanteile erworben, das Gesamtinvestment also sukzessive erhöht. Die Höhe des Betrags kann hierbei, abgesehen von einem Mindestbetrag, vom Kunden frei bestimmt werden. Auch hat dieser in der Regel die Auswahl zwischen verschiedenen Fondsprodukten, bei denen z.B. Sicherheit oder Rendite im Vordergrund steht.
Fazit: Das Fondssparen wird von immer mehr Banken beworben, doch muss hier beachtet werden, dass wie auch bei Aktien ein Restrisiko bleibt. Eine Ausnahme bilden hier die Garantiefonds, die allerdings meist eine geringere Rendite bilden. Wer mit diesem Risiko leben kann, sollte sich die Fondssparpläne einmal genauer anschauen, da sich hiermit teilweise gute Gewinne erzielen lassen.
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